Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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die Hand.„Sein Streich ſoll ihm ſ chlecht gelungen ſein. Bollhorn iſt ein boshafter Menſch. Ich habe ihn ſtets verabſcheut. Aus Hochachtung vor dem Künſtler und auf Zureden meiner Mutter habe ich ihm einſt meine Thüre geöffnet. Ich durfte ſie ihm nicht wieder verſchließen, wollte ich mich nicht ſeinen Kabalen ausſetzen. Das iſt der Grund, weshalb ich eine Stadt verlaſſe, der ich ſo viel Dank ſchul⸗ dig bin. Ich wußte, die Zeit würde kommen, wo ich Ihnen dies geſtehen durfte.— Ich betrachte Sie als unſern Gaſt“, fuhr Laura fort und hob mein Bündel vom Boden auf, „kommen ſie jetzt zu meiner Mutter, wir haben ein nied⸗ liches Zimmer für Sie, nach dem Garten heraus, dort werden Sie wohnen. Kommen Sie.“ 5

Ich wußte nicht, was ich ſagen ſollte, ich vermochte nur ihren Namen auszuſprechen.

„Wann hätte ich Sie wieder geſehen, wenn mich dieſer glückliche Zufall jetzt nicht zu Ihnen führte?“ fragte Laura, „was wollten Sie thun?“

„Sie ſehen mich im Begriffe eine Reiſe in die Welt anzutreten, ich wollte keinen Abſchied von Ihnen nehmen, ich wollte Ihnen ſchreiben, wie Alles ſo gekommen ſei— und daß ich Sie nicht wiederſehen wollte, bis beſſ're Zeiten für mich gekommen ſein würden. Ja! beſſ're Zeiten, wo ich Ihrer würdiger ſein wollte—“

„Wo wollten Sie hin?“ unterbrach mich Laura.