Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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„Hatte er hintergangen, belogen, in dieſe Familie hatte er ſich unter falſchem Namen eingeſchlichen.—“

„Und dieſem falſchen Namen glaub' ich, verdankte dieſe Familie ſehr viel. Und ich weiß es,“ rief Laura mit Thränen in den Augen,„Niemand Andres trägt die Schuld an Ihrem trüben Geſchick, als ich!“

„Nicht Sie, Laura,“ ſagte ich bewegt,„es blieb Alles im alten Gleiſe, wenn der Verräther nicht war, der meinem Verwandten Alles entdeckte.“

„Man hat Sie verrathen?“ fragte Laura und ihre Geſtalt richtete ſich empor.„Ein Verrath? Kein Zufall?“

„Kein Zufall— ein Brief ohne Unterſchrift.“

„Ein Brief?“ fragte Laura und fügte haſtig hinzu: „Haben Sie den Brief?“

„Ich kann Ihnen den Brief nicht zeigen..

„Geben Sie mir den Brief, ich beſchwöre Sie, er enthalte was er wolle. Oder haben Sie noch mehr Ge⸗ heimniſſe vor mir?“

Ich weigerte mich, aber Laura wurde dringender; ich mußte ihr den Brief geben. Ich ging auf und ab, während ſie las. Bleich im Geſicht und mit zitternder Hand gab ſie ihn mir zurück. 4

„Dieſe Zeilen werfen ein trübes Licht auf mich,“ ſagte ich,„aber ich ſtehe rein vor Ihnen, Laura, ſo rein—“

„Ich weiß es,“ unterbrach ſie mich,„und reichte mir

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