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den Brief diktirt hätte, wenn die Dame, die jener pein⸗ lichen Verlegenheit entgegenging, ſich ſelbſt davor zu ſchützen geſucht hätte?! Nein, Laura— nein! Meine Liebe iſt mein Glaube an dich. Die Harmonie der Sphären müßte aufhören, wenn du falſch wärſt, und ich müßte ein fremdes Weſen ſein, das einem beſſern Stoffe entſprang als dieſer Erde!— Ich ſtarrte hinab und träumte, bis die Fenſter da unten nicht mehr flimmerten und die weißen Mauern immer matter und matter werdend, in die Schatten der hereinbrechenden Nacht zurücktraten. Gute Nacht Laura! Ich glaube an dich und an dein reines Herz! rief ich hinab und dann ging ich tiefer in den Wald, auf einem Fußpfade geräuſchlos und weich auf den herabgefallenen Nadeln ſchrei⸗ tend. Die Nachtluft wehete mild. Der Mond war auf⸗ gegangen und in ſeinem Silberlichte glänzten die Bäume und Gebüſche wie in einem Zaubermärchen. Es war Alles ſo ſtill um mich her, mir war, als träumte ich. Friede und Ruhe war in mein Herz eingezogen. Ein ſüßes Weh, das ich nicht mit dem größten Triumphe eines rauſchenden Glückes vertauſcht hätte, durchſtrömte mich, als ich mich unter einer alten, mächtigen Eiche niederließ. Ich hörte leiſe die Blätter über mir rauſchen, ſah in die magiſch er⸗ leuchtete Waldnacht um mich her, und über vielerlei Ge⸗ ſchichten und Märchen, an die ich hier erinnert wurde, ſchlummerte ich ein.


