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Ob wol wieder eine beſſere Zeit kommen wird? fragte ich mich, als ich am nämlichen Abend, mein Bündel unter dem Arme, dahinwanderte. Was für ein Leben liegt jetzt vor mir? Habe ich mir Vorwürfe zu machen? War das die jugendliche Thorheit, von der alte Leute ſprechen? Bei Gott! es war nichts Thörichtes in mir! Und wenn ich thö⸗ richt war, ſo iſt der goldne Purpur, mit dem die ſinkende Sonne die bläuliche Ferne umſäumet, eine Thorheit! Du haſt uns zu unſerm Tagewerke geleuchtet, Sonne! Und da du doch untergehen mußt, ſo erliſch und unterlaß dein flimmerndes Spiel an den Bergen. Es nützt uns nichts mehr... Ob wol beſſre Zeiten für mich wieder kommen? Ar⸗ mer Bettler am Wege, du bitteſt mich um Geld? Ich habe ſelbſt Nichts, ich beneide dich um die Kleinheit deiner Bitte, deines Wunſches. Gewiß würdeſt Du mit tauſend Freuden meinem Vetter Gehorſam geleiſtet haben um Eſſen und Trinken und ein weiches Bett. Ich that es nicht! Ob eine Zeit kommen wird, wo ich es thun werde? Ob mein ſtolzer freier Wille einſt gebeugt werden wird, ob ich meine Ueberzengung einſt für ein weiches Bett dahingeben werde?. Das Leben iſt hart, ſagt die Welt, und ich weiß nicht, ob ich morgen zu Eſſen haben werde!
Von ſolchen Gedanken erfüllt, wanderte ich, ohne Ziel, die Landſtraße entlang. Hinter mir lag die Stadt,


