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Hab' ich Dich nicht als eine Waiſe in mein Haus ge⸗ nommen? Verdankſt Du mir nicht Alles, was Du biſt? Und mit dieſem Anrechte auf Dich in der Hand, fordere ich von Dir— noch ein Mal— Gehorſam! Wenn ich ſage, ich dulde unter meinem Dache ſolche Dinge nicht, wie Du getrieben haſt, ſo hat man ſich danach zu richten. Und von dieſem Geſichtspunkte aus, fordere ich Dich auf, jetzt mit mir hinauf zu gehen und Deine Gedichte und Kritiken vor meinen Augen zu verbrennen.“
„Fordern Sie die Dankbarkeit, an die Sie mich mahnen, von dem Schickſale, das mich in Ihre Hände lieferte,“ rief ich empört,„oder verlangen Sie von mir Entſchädigung für die Unkoſten, die Ihnen die Aufnahme einer Waiſe in Ihr Haus bereitet hat, ich will den Pflich⸗ ten der Dankbarkeit zu Liebe in der Stadt von Thür zu Thür betteln gehen und mit Freudenthränen das Zuſam⸗ mengebrachte vor Ihnen niederlegen— aber mit der Freiheit meines Willens, mit meinen Ueberzeugungen kann ich Sie nicht bezahlen.“
„Ich beſtehe darauf, daß Du jetzt Alles verbrennſt,“ ſchrie mein Vetter außer ſich.
„Das geſchieht nicht, meine geiſtigen Erzeugniſſe ſind mein geiſtiges Eigenthum, über das außer mir Nie⸗ mandem eine Macht zuſteht.“
„Ich beſtehe darauf,“ ſchrie mein Vetter, mit dem


