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als Sie, ich bin über Gold, Tapete und Arabesken hinaus⸗ geſchritten und ſuche das Schöne im Leben ſelbſt und in dem menſchlichen Herzen. Das trieb mich zum Dichten und zum Theater.“
„Junger Menſch! junger, junger Menſch,“ ſchrie
mein Vetter, der mit ſchwer unterdrücktem Zorne meiner Rede zugehört hatte,„Du vergißt, wen Du vor Dir haſt! Ich könnte Dich auf der Stelle aus dem Hauſe jagen, weißt Du das?— Und nur unter der Bedingung, daß Du mich mit Deiner Naſeweisheit verſchonſt und mir von jetzt an in allen Stücken unbedingten Gehorſam leiſteſt, ſollſt Du bleiben, junger Menſch. Die Träumereien hören auf. Das Theater betrittſt Du nie wieder. Ueber jeden Deiner Ausgänge legſt Du mir ſtrenge Rechenſchaft ab. Ich geſtatte Dir gern, zu einem Glaſe Bier die Zeitung zu leſen und eine Partie Billard zu ſpielen. Aber wehe Dir, wenn ich bei Dir einen Roman finde, oder Dich über Reimſchmiedereien oder äſthetiſchen Aufſätzen ertappe! Wehe Dir!“. „ Ich habe Ihnen jederzeit treu gedient,“ entgegnete ich,„nie haben meine Berufspflichten unter meinen Privat⸗ neigungen gelitten. Was können Sie mehr von mir ver⸗ langen?“
„Ich verlange Gehorſam— oder wer iſt Herr im Hauſe? Oder biſt Du mir den Gehorſam nicht ſchuldig?


