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„Ich muß fort, ich kann nicht bleiben,“ antwortete Laura mit leiſem Kopfſchütteln, und mit dieſer traurigen Gewißheit verließ ich ſie. Hatte ſie den Druck meiner Hand nicht ganz leiſe erwiedert? Ich hatte einen Gegen⸗ druck gefühlt, aber ich wagte nicht daran zu glauben, denn getäuſchte Hoffnungen umgaben mich, wohin ich blickte. Warum in einem Drucke der Hand die Regungen des Herzens erkennen wollen? Eine Mücke kann eine Bewe⸗ gung der Hand hervorbringen, ein einziger Schauer vor der kühlen Nachtluft!
Ich war wenige Schritte gegangen, als ich plötzlich einen dunkeln Gegenſtand zu meiner Seite bemerkte und heftig erſchrak. Es war Bollhorn, der an einem Baume lehnte, welcher dicht am Hauſe ſtand.
„Sie noch hier?“ fragte ich erſtaunt.
„Ich wollte Sie erwarten, um in Ihrer Geſellſchaft nach der Stadt zu gehen.“
Bollhorn hatte mich während des ganzen Abends ignorirt, nichts war unwahrſcheinlicher, als daß er ſich nach meiner Geſellſchaft ſehnte. Er hatte mein Geſpräch mit Laura belauſcht, darüber war kein Zweifel. Ich war nicht geſtimmt, mit einem Dritten über eine Perſon zu ſprechen, die mir ſo theuer war und ging ſchweigend neben ihm. Auch er ſprach nicht. Er ſummte allerhand Melodien vor ſich hin und wenn ich ihn von Zeit zu Zeit von der
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