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ich doch zu der Einſicht, daß der Doctor K. gar ſo alt nicht ſein, gar ſo ernſte Züge nicht haben könnte.“
Sie drohte mir ſchelmiſch mit dem Finger, und ich ſpürte, daß ich wieder roth im Geſichte geworden war.
„Ihr Beurtheiler, mein Fräulein,“ ſagte ich,„war alt und jung. Sie begegneten ihm täglich, wohin Sie auch Ihren Fuß ſetzten, Sie ſahen ihn jeden Abend die Räume des Theaters füllen, Ihr Beurtheiler war das Publikum, ein launiſcher, kritiſcher Mann— aber zu kurzſichtig, daß ihm ein Knabe nicht den Weg hätte zeigen können.“
„Ich laſſe Sie bei dieſem Vergleiche, da Sie ſich nun einmal darin zu gefallen ſcheinen,“ erwiederte Laura lächelnd.
„Da Sie mich gerade auf das Capitel über Täu⸗ ſchungen in den Perſönlichkeiten geführt haben,“ fuhr ich fort,„ſo will ich Ihnen geſtehen, daß auch ich hinſichtlich Ihrer Perſon auf kurze Zeit in einem Irrthum befangen war.“
„Ahl gewiß die junge Dame aus dem Penſionat,“ riefen Mutter und Tochter zugleich.
„Dieſelbe,“ entgegnete ich,„Sie wiſſen alſo ſchon um Ihre Doppelgängerin? Ich habe mich ſpäter der Ver⸗ muthung hingegeben, in ihr eine Schweſter von Ihnen zu erblicken.“ 8
„Ich habe keine Geſchwiſter,“ antwortete Laura,„die
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