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ſie die Treppe herab, die blutige Lady Macbeth; ich drängte mich vor, ihr Shawl ſtreifte mich, ſie verſchwand in den Wagen— ich ſah nur noch die beiden vergoldeten Kuppen der Nadel, mit welcher die Kopfbedeckung nebſt zwei langen ſchwarzen, über den Nacken herabflatternden Bändern kunſtreich an das Haar befeſtigt war—. Der galonnirte Diener warf die Thüre zu und der Gaul trabte davon. Da ſtanden die Leute und ſahen dem Wagen nach, da ſtand auch ich und hätte weinen mögen— ich weiß nicht warum; aber ich lachte— ich weiß auch nicht warum?
Am nächſten Morgen gegen zwei Uhr erſt legte ich mich ſchlafen, bis dahin hatte ich über die Vorſtellung des Macbeth Blatt auf Blatt beſchrieben und meinem über⸗ vollen Herzen Luft gemacht. Einen Tag nach dem Erſchei⸗ nen meines Referat's hörte ich von meinem Schreibpulte aus im Laden ein lautes Sprechen. Ich ſah durch das Glasfenſter und erkannte den Briefträger, der einen Brief in der Hand hielt, und abwechſelnd auf die Adreſſe des Briefes und auf meinen Vetter ſah.
„Ich kenne Niemanden in der Nachbarſchaft,“ ſagte mein Vetter, als ich in den Laden trat,„der dieſen Namen führt.“ 14 „Nummer 77, vier Treppen hoch,“ las der Brief⸗ träger,„es ſteht ganz deutlich darauf, es kann nur in Ihrem Hauſe ſein.“


