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„Kennſt Du vielleicht einen Doctor Krach?“ fragte mich mein Vetter.
„Ah! Doctor Krach, jawol, jawol, er hat mich ge⸗ beten, Briefe für ihn in Empfang zu nehmen.“
Der erfreute Briefträger händigte mir den Brief ein, auf deſſen Adreſſe ich die Hand des Redacteur's erkannte.
„Wie kommſt Du dazu?“ fragte mich mein Vetter, den Brief von allen Seiten betrachtend.
„Doctor Krach iſt— iſt mein ſpaniſcher Lehrer.“
Ich benutzte den nächſten günſtigen Augenblick, den Brief zu öffnen. Ein verſiegeltes Billet mit der Aufſchrift Doctor K. fiel mir entgegen. Ich las:
„Geehrter Herr!
Nur um mir das Beſchämende einer vorzeitigen Dank⸗ barkeit für Ihre unſchätzbaren Verdienſte um meine Car⸗ rière zu erſparen, einer Dankbarkeit freilich, die ich im Stillen ſchon längſt Ihrem guten Willen ſchuldete, der aber bisher noch die Sanction des Publikums fehlte— nur aus dieſem egoiſtiſchen Beweggrunde habe ich bisher unterlaſſen, dem Drängen meines Herzens nachzugeben und mich nach dem edlen unbekannten Lenker meines Büh⸗ nengeſchicks umzuſehen. Ihnen zu ſagen, wie tief ich mich Ihnen verpflichtet fühle, dazu fehlen mir Worte. Möchte ich nur zur Hälfte das ſein, was Sie in mir zu erkennen glaubten— und— durch die Kunſt Ihrer Feder aus mir


