Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Mutterſprache, denn ich glaube, das hilft Einem in Ame⸗ rika ungemein viel. Außerdem bin ich auch auf das Spa⸗ niſche, daß ich brenne! In Südamerika kommt man nur mit Hülfe des Spaniſchen fort, glaub ich.— Lieber Herr Better! was heißt ſeine Jugend genießen? Die freie Zeit in den Wirthshäuſern todtſchlagen?— Sich die Schwind⸗ ſucht an den Hals tanzen? Oder Romane leſen? Ich denke anders, ich will lernen, ich will Spaniſch lernen und im Engliſchen vollkommen werden, ich will alle Abende von ſechs bis neun Uhr an einem engliſchen und an einem ſpaniſchen Curſus theilnehmen und dann will ich mich gern in's Comptoir ſetzen, lieber Herr Vetter, und das Ver⸗ ſäumte nachholen.“

Mein Vetter war einigermaßen gerührt, wandte aber ein, daß ein ſolcher Unterricht zu koſtſpielig für mich ſei.

„Ich will mir's abdarben, an meiner Zukunft will ich mir's abdarben,“ entgegnete ich,„Sie waren ſo gütig, lieber Herr Vetter, mir für das letzte Jahr, das ich in Ihrem Ehrenhauſe verbringen würde, ein kleines Salair

zuzuſichern; geben Sie mir jetzt das nöthige Geld für meine

ſpaniſchen und engliſchen Lektionen, es beträgt für den Abend wenig über einen halben Gulden, und ſpäter kürzen Sie mir's am Salair. Für jeden Schritt, Herr Vetter, der mich auf meiner zukünftigen Carrière vorwärts bringt, werde ich Ihr Andenken ſegnen!“