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Mein Vetter war viel in der Welt herumgekommen, er hatte in ſeiner Jugend in den größten Handlungshäu⸗ ſern Nord⸗ und Südamerika's als Commis ſervirt und wünſchte, daß auch ich, wenn meine Zeit gekommen ſein werde, mein Glück in der Ferne ſuchen ſollte. Die neue Welt im Weſten war mir verhaßt, auch hatte ich mit der Zeit die Wanderluſt, die der Jugend eigen zu ſein pflegt, verloren; deutſche Zuſtände, deutſche Kunſt und Wiſſen⸗ ſchaft waren mir an's Herz gewachſen. Ich wollte mich nie von Deutſchland trennen und an einer glänzenden kauf⸗ männiſchen Carrière war mir nichts gelegen. Ich wider⸗ ſprach meinem Vetter und zog mir ſeine fortgeſetzte Ungnade zu. Um ſo freudiger überraſchte es ihn, als ich eines Tages mit Begeiſterung von den emporblühenden handelspoliti⸗ ſchen Zuſtänden des Weſtens ſprach, mit tiefer Beſchä⸗ mung meine frühere Verblendung eingeſtand und mich feſt entſchloſſen zeigte, nach Ablauf meiner Zeit, den Wander⸗ ſtab zu ergreifen und ſeinen Fußtapfen zu folgen.
„Die wenigen Jahre freilich, Herr Vetter, die ich noch bei Ihnen bin,“ ſagte ich unter einem tiefen Seufzer, „werden nur allzuſchnell vergehen, und ich ſehe wol ein, daß ich die Zeit nutzen muß, will ich mich für meine Zu⸗ kunft würdig vorbereiten. Mit meinem Engliſch z. B. bin ich durchaus noch nicht zufrieden, ich habe mir in den Kopf⸗ geſetzt, im Engliſchen ſo ſicher zu werden, wie in meiner


