Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Haus wieder gefunden habe, ob die Obſthändler an den Ecken Kirſchen oder Weintrauben feilboten, ob das eine Dienſtmagd meines Vetters war, die mir unterwegs be⸗ gegnete und mit aufgeriſſenem Munde ſtaunend ſtehen blieb, oder ob es eine Fremde war das Alles weiß ich nicht, ich weiß nur noch, daß mir des großen Dichters vielſagende Worte:Der Menſch verſuche die Götter nicht fortwährend in den Ohren ſummten und ſich ſelbſt, ehe ich es hindern konnte, in Muſik ſetzten, nach deren Melodie ich durch die Stadt marſchirte, bis ich in der Nähe meiner Wohnung angelangt, meinen Vetter im Schlafrock und mit der langen Pfeife vor der Ladenthür ſtehen ſah, was mich bewog, mich einſtweilen in einer Seitengaſſe aufzuhalten, bis mein Vetter ſeinen Poſten

an der Thür verlaſſen hatte.

Ob es meine leidenſchaftliche Neigung zu Fräulein Braag war, ob es ein gewiſſer dunkler Begriff von Muth, Unerſchrockenheit und Selbſtvertrauen war, der mir aus den Biographien berühmter Männer vorſchwebte, oder ob mir meine Liebe wirklich dieſe drei Heldeneigenſchaften einflößte? Ich war entſchloſſen, mich muthig in das kleine gefährliche Meer von Pflichten zu ſtürzen, Schau⸗ ſpiel und Oper regelmäßig zu beſuchen, ohne Honorar darüber zu referiren und auf Frau Blei⸗Pulvermacher die

4 nöthigen Rückſichten zu nehmen.