29
cenſentenamt auch nur auf ein gewiſſes Feld beſchränken wollen, dieſes Feld waren die Vorſtellungen, in denen Fräulein Braag auftrat, und hieran ſchloß ſich noch eine weſentliche Bedingung— das war die Ausdauer meiner zwei Friedrichsd'or, mit denen bereits eine bedenkliche Metamorphoſe vorgegangen war. Indem ich alſo unter dem heftigſten Kampfe den Sturm der heranbrauſenden drei Fragen, woher Zeit, woher Geld und woher Intereſſe für die Vorſtellungen nehmen, in denen meine Angebetete nicht auftrat— abſchlug, gab ich dem Redacteur ein „Jawohl“ zur Antwort, das in allen möglichen Nüancen ſpielte.
„Noch Eins, Herr Doctor,“ ſagte der Redacteur auf der Treppe beim Scheiden,„da Sie, wie ſich von ſelbſt verſteht, doch auch die Oper recenſiren, ſo will ich nicht ermangeln, Ihnen in Betreff uuſerer geſchätzten Sängerin, Frau Blei⸗Pulvermacher, die ſeit ihrer Niederkunft öfters mit kleinen Indispoſitionen zu kämpfen hat, die ſchuldige Rückſichtsnahme anzuempfehlen.“
„Frau Oper⸗Pulvermacher?“ ſtotterte ich, faſt ſprach⸗ los vor Verwirrung,„auch die Blei recenſiren?— Richtig, ich verſtehe, ich bitte um Entſchuldigung— ich habe manch⸗ mal mit kleinen Indispoſitionen zu kämpfen, es ſoll Alles prompt beſorgt werden.“ 3
Wie ich, ohne auf den Weg zu achten, meines Vetters


