Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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meine richtige Wohnung. Warum auch hätte Doctor Krach in dem Hauſe meines Vetters nicht ein Dachlogis be⸗ wohnen können?

Ueber die Gefahr, von dem Dichter unter jene ge⸗ fürchtete Type gebracht zu werden, war ich nun zwar glücklich hinweg, doch ſollte ich ohne Beweiſe ſeines kriti⸗ ſchen Scharfblicks nicht wegkommen. Solch ein Blick findet überall etwas heraus, er fand es auch an mir, und mit all' meinem Raffinement, das ich in der Zuſtutzung meiner äußern Erſcheinung bekundet hatte, kam ich mir neben ihm doch nur wie ein Schüler vor.

Nun, ſagte er, als ich gehen wollte, und warf einen prüfenden Blick auf das feine Tuch meines eleganten Frackes,es bedarf wohl eigentlich keiner Erwähnung, daß Sie hier ruhte ſein Auge dicht an dem meinigen, aber etwas ſeitswärts, auf der goldnen Brilledaß Sie die Funktion eines Kunſtrichters aus Liebhaberei, aus uneigennütziger Vorliebe für die Pflege, für das Intereſſe der dramatiſchen Kunſt einerſeits, und für die Geſchmacks⸗ bildung des Publikums andrerſeits, übernehmen und fügte er hinzu, als ich ihn fragend anſahauf Honorar für Ihre Leiſtungen Verzicht leiſten?

Ich hatte über dieſen Punkt vorher nicht gegrübelt, ich war mir deutlich genug des Motivs bewußt, das mich

zum Kunſtrichter emporgehoben hatte; ich hatte mein Re⸗