Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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närinnen wegen, die ich in der Mitte der Straße inner⸗ halb der Allee paarweiſe in einem langen Zuge von weitem kommen ſah, nicht dieſer, von einer durch blaue Brillen⸗ gläſer in die Welt ſchauenden Erzieherin oder Lehrerin ausgetriebenen, noch in der Ausrechnung begriffenen Er⸗ ziehungsexempel wegen, ſondern auf Grund einiger ſchnell aufeinander folgenden dumpfer Schläge, mit welchen ſich die von den Dächern thauenden Tropfen auf meinem Hute meldeten, daß es in meinem Sinne für Erhaltung und Pflege des Eigenthum's ein mahnendes Echo gab ver⸗ ließ ich die Trottoirs und lenkte in die Allee ein, wo bald die Spitzen des Erziehungsinſtitut's an mir vorüberpaſ⸗ ſirten. Ich weiß nicht, ob es bereits ein Erziehungsreſultat wa, daß die weißblühenden Jungfrauen vor meinen un⸗ befangenen Blicken die Augen ſchüchtern und ſittig zu Boden ſchlugen, oder ob es mehr das Bewußſein war, einen Theil der Kette zu bilden, die ſich eben an mir vorüber⸗ ſchlängelte und deren letzte Glieder ſich im Schnee zu ver⸗ lieren ſchienen, ohne daß es auf einer perſpektiviſchen Täu⸗ ſchung beruht hätte ich weiß nur, daß in einer der vor⸗ derſten Reihen ein Amazonenhut mit einem weißen Schleier ſchritt, unter dem zwei ſchwarze Augen mit eigenthümlichem Feuer offenherzig in die meinigen hineinblickten und daß Amine, die jugendliche Kammerfrau der Lady Macbeth, Fräuleln Braag, jetzt an mir vorübergegangen war.