Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Theaterzettel genannt wurde, als Lady Macbeth ſelbſt ſein müſſen!. 1

Ich hatte als Knabe den Marryat'ſchen Romander fliegende Holländer geleſen und mir von der jugendlichen Gattin Vanderdeken's, der mit glühenden Farben gemalten ſchwarzäugigen Amine, ein Bild abgenommen, das mich von der Zeit an als Ideal begleitet hat; wenn ich Abends hinter meinen Büchern ſaß, im ſtillen Comptoir, allein beim Scheine der Lampe, da ſaß Amine neben mir, und ich arbeitete für unſer beider Erhaltung; manchmal ſchaute ſie mir über die Achſel in die Bücher hinein, um zu ſehen,

was mich eben beſchäftigte, manchmal flog ihr ſchwarzes

Auge mit dem meinigen zugleich über die Zeilen eines eben eingetroffenen Briefes, da wandte ich mich um und ſagte ſcherzend zu ihr:liebes Kind, das verſtehſt du nicht, du kannſt ja nur lieben, und im Geiſte fühlte ich mich von Amine umfaßt und ihre Stirne die meinige berühren und ihre kleinen Lippen ſich auf die meinigen preſſen Amine war meine Geliebte, meine junge reizende Gattin; in meiner ſtillen Kammer wartete ſie auf mich, wenn ich ſpät Abends ſchlafen ging, und am Morgen erwachte ich an ihrer Seite, ſie ſchlief noch und ich ſchlich mich leiſe hinunter..

Dieſe Amine war mir entriſſen, ſie war von mir ge⸗ flohen, denn ſie ſtand jetzt weit weg von mir, auf der Bühne,