Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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meiner Lehrzeit zurückgelegt, als in unſrer Stadt eine Handelsſchule errichtet wurde. Mein Vetter ließ mich am Unterrichte theilnehmen und war ſehr erfreut, mich nach vorhergegangner Prüfung in die oberſte Claſſe aufge⸗ nommen zu ſeh'n. Daß ich dies weniger meinen Fach⸗ kenntniſſen verdankte, als vielmehr meiner kosmiſchen Bildung, die ich vor ihm verheimlichen mußte, daran dachte mein Vetter nicht. Ich ſchrieb einen geläufigen Styl, be⸗ ſaß gute Kenntniſſe in der Geographie, war in der Welt⸗ geſchichte heimiſch und hatte meine Sprachkenntniſſe durch die heimliche Lectüre engliſcher und franzöſiſcher Romane im Original nicht nur von der Schule her friſch erhalten, ſondern noch bedeutend vermehrt. Das kam mir beim Examen trefflich zu ſtatten, denn nach dieſem Maßſtabe wurden die Mercursjünger beurtheilt und rangirt, und viele junge Herren, die im letzten Jahre ihrer Lehre ſtanden und die ich mit Hut und Stock, im ſchwarzen Frack und die Cigarre im Munde oft durch die Straßen hatte para⸗ diren ſehen, konnten nur mit ihren Begriffen von Debet und Credit und mit etwas arithmetiſcher Praxis aufwarten und wurden in niedere Klaſſen geſteckt. Ich traf unter ihnen einige frühere Schulkameraden; ſie hatten ihren Kenntniſſen nach einſt weit über mir geſtanden und waren mir oft als Muſter des Fleißes und der Aufmerkſamkeit vorgeſtellt worden, zwei Tugenden, die ich während meiner