Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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am Tiſche einnahm. Er fürchtete ſich, einen Blick auf Laura zu werfen, wie man ſich fürchtet, in den flammenden Blitz hineinzuſehen, und doch zog ein Etwas, das mächtiger war, als ſein Wille, ſein Auge nach ihr.Die Hoffnung, Sie wiederzuſehen, hat mich begleitet bis hierher, wo eine wunderbare Fügung uns zuſammenführt, hatte ſie zu ihm geſagt, und er gedachte der Worte fortwährend und ſah die Hoffnung leuchtenden Augen noch vor ſich, die ſeinem Blicke jetzt mit leiſem Vorwurf zu begegnen ſchienen, denn ſie gedachte daran, wie er es wol gemeint haben konnte, daß er ſie als Fremde bei der Geſellſchaft wiederfinden wollte und warum er das ſo ernſt geſprochen und warum er ſich nicht ein Mal, auch nicht ein einziges Mal nach ihr wieder umgeſehn hatte?

Froſt kämpfte einen furchtbaren Kampf, es kämpften in ihm Elemente gegen Elemente, die während drei langer Jahre von mancher empfindungsreichen Stunde genährt worden waren, um in dieſer einzigen Stunde die Feſſeln zu ſprengen und loszubrechen.

Wol Niemand am Tiſche hatte bemerkt, daß Fräulein Steinwald mitten im lebhafteſten Geſpräch inne hielt und einen Ring anſtarrte, den Froſt der ihr zur Seite ſaß und die Hand nachläſſig auf den Tiſch gelegt hatte am Finger trug. Niemand hatte dies Stocken bemerkt, denn es hatte Jeder ſeine Gedanken für ſich und achtete