Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Blick; von allem, was das Auge ſieht, weiß die Seele des Reiſenden nichts.

Froſt kehrt zurück in der alten Trauerkleidung und die Ruhe, die einſt in ſein Herz eingezogen war, iſt nichts geweſen, als ein kurzer Sonntag.

Man verſpürt bei der Zurückkunft von einer langen Reiſe eigenthümliche Eindrücke. Der Wagen nähert ſich der Stadt. Hier und da grüßt ein Dorf oder ein allein⸗ ſtehendes Wirthshaus, das der Endpunkt manches Ausflugs geweſen iſt. Es ſieht heute gar ſehr alltäglich aus, nach⸗ dem man ſoweit darüber hinaus war, und faſt wundert man ſich, daß man ſonſt einen Sonntagsgenuß dort hat ſuchen können! Jetzt fährt man an einer oft beſuchten Pro⸗ menade hin und beinahe dünkt es Einem lächerlich, daß man der wenigen Schritte wegen, die nun noch zurückzu⸗

legen ſind und die man nie anders als zu Fuße durchmeſſen hat, im Wagen ſitzt, den vier Roſſe mit großem Lärme und unter aufwirbelnden Staubwolken eilig vorwärts be⸗ wegen. Jetzt ſchlagen die Hufe der Pferde auf das Pflaſter, man wird in den Polſtern auf und nieder gewiegt, zu beiden Seiten liegen die Häuſer der Straße. Hier und da gewahrt man irgend eine Veränderung. Hier iſt an einem Hauſe ein Gerüſt angebracht und die alten gewohnten grauen Mauern haben zum Theil bereits einen neuen An⸗ ſtrich erhalten, dort ſchießt ein Bekannter vorüber, den