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legenheit des Widerſpruchs, die Bertha wünſchen ließ, das Wort nicht ausgeſprochen zu haben.„Im Gegentheil,“ fuhr Marianne fort,„das Alter der Beiden ſteht gerade im richtigſten Verhältniß. Ein Mann in ſeiner vollen, reifen Kraft— ein Mädchen in ihrer ſchönſten Blüthe— das giebt das rechte Schritthalten. Der Mann muß ſtets einen Vorſprung haben, will er mit dem ſchneller fließen⸗ den Leben der Frau zu gleicher Zeit das Ziel erreichen. Ich bin ein Feind aller Ehen zwiſchen gleich jungen Leuten.“
Bertha war mit dieſer Anſicht nicht ganz einverſtanden. Vielleicht vergegenwärtigte ſie ſich das Ausſehen eines Gatten, der den geſetzmäßigen Vorſprung vor ihr voraus hatte. Aber ſie hätte am Ende dennoch nicht widerſprochen, ſelbſt wenn Mahlmann und Laura, welche durch ihre Rück⸗ kehr ſoeben die Unterhaltung ſtörten, noch länger ausge⸗ blieben wären.
Während dem eilt ein Poſtwagen auf der von hohen Pappelreihen begrenzten Chauſſee daher.
Ein einziger Paſſagier, ein Herr, ſitzt im Innern des Wagens. Beide Hände vor ſich auf den Stock geſtützt,
und den Rücken weit in die Polſter zurückgelehnt, läßt er den Blick durch das Wagenfenſter ſchweifen, nach den vor⸗ überſchießenden Pappeln, den grünenden Feldern und den aufſteigenden, mit Dörfern und Landhäuſern beſäeten Höhen. Nicht den blühenden Farben der Natur ſelbſt gilt ſein


