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dann iſt kein Menſch in der Welt mehr aufrichtig, dann giebt es kein Vertrauen mehr.“.
„Mäßige Dich, Bertha,“ bat Marianne begütigend, „Mahlmann hat nur in dunkeln Aeußerungen mit mir über dieſe Sache geſprochen.“
„Alſo doch?!“ rief Bertha aufſpringend und mit dem über bekämpfte kleine Zweifel ſich erhebenden Triumpfe eines Rechenſchülers, der das Reſultat ſeiner Ausrechnung mit dem Product ſeines Nachbars übereinſtimmend findet.
„Er hat mir nur zu verſtehen gegeben,“ ſagte Ma⸗ rianne,„daß er mit Laura ſelbſt nicht darüber zu ſprechen wage, wenn dieſe auf ſeine Abſicht nicht vorbereitet ſei. Er verſtünde ſich auf die Kenntniß des weiblichen Herzens zu wenig und lege daher das Wohl der Tochter in die Hände der Mutter.“
„Und das nennſt Du dunkle Aeußerungen?“ rief Bertha, und wandte das auf Arm und Hand geſtützte Kinn ſo haſtig und unwillig von ihrer Freundin ab, daß der El⸗ bogen, mit dem Tiſche ſich reibend, laut knackte.
„ Nenne ſie, wie Du willſt, Bertha. Ich hatte die Aufgabe, Laura's Herz zu prüfen und um an Dir eine unbefangene Mitbeobachterin zu haben, veranlaßte ich Dich heute, mich hierher zu begleiten, ohne Dir zu ſagen, weshalb.— Das iſt der Grund, weshalb ich Dir's ge⸗ heim hielt.“


