Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Stimme,wen der arme Froſt verloren hat, dem er dieſe Worte, die mich in meiner augenblicklichen weichen Stimmung wunderbar ergriffen haben, mit blutendem Herzen nachrief!

Einem Todten ſind dieſe Zeilen nicht gewidmet, gab Mahlmann nach einer Weile zur Antwort.

Laura richtete das Haupt empor und fragte mit ſon⸗ derbarer Betonung:

Woraus geht das hervor?

Aus der leberſchrift, die das Gedicht trug.

Laura erhob ſich und fragte, zu Mahlmann tretend, mit großer Spannung:

Und wie heißt dieſe Ueberſchrift?

Sie lautet:An die Lebende.

Mahlmann bemerkte nicht, daß Laura ihre Hand heftig an ihr Herz preßte, er ſah in der hereingebroch'nen Abenddämmerung nicht, daß eine dunkle Röthe über das Antlitz des Mädchens flammte und er konnte ihr nicht folgen, als ſie bald nachher das Zimmer verließ und in den Park eilte und an einem verſteckten Orte ſich auf eine Raſenbank warf und dem ungeſtümen Klopfen ihres Her⸗ zens lauſchte. Lange ſaß ſie da und träumte, endlich ſprang ſie auf und rief laut:Er iſt es! Er liebt mich! und eilte zurück zu ihrem Freunde, der über die weichen Seelen⸗