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vor Froſt's Thür, die ſie leiſe öffnete, gleichviel ob er es bemerkte oder nicht. Aber er wurde von Beatricens Ein⸗ treten nichts gewahr. Er ſaß vor ſeinem Tiſche und ſchrieb. Von ſeinem Antlitz war der Lauſcherin nur ein kleiner Theil zugewandt, doch reichte dies für ſie hin, die fieberhafte Aufregung zu beobachten, die ſeine Geſichtszüge beherrſchte und ſich auch der Hand mitzutheilen ſchien, welche mit eilender Haſt die Feder führte. Beatrice blieb eine volle Viertelſtunde an der Thür ſtehen. Je⸗ länger ſie ihn betrachtete, deſto mehr begann ſie ſich vor dem Gedanken zu fürchten, von ihm doch noch bemerkt zu werden. Sie hielt den Athem an und horchte dem ein⸗ ſamen Geräuſch der über das Papier raſchelnden Feder, die keinen Augenblick raſtete. Beatrice blieb, bis vor dem Fenſter plötzlich die Saiten der Aeolsharfe erklangen, ſie klangen lange fort, Froſt hörte auf zu ſchreiben und blickte, den Kopf auf die Hand geſtützt, in die dunkle Nacht hinaus. Beatrice ſtahl ſich aus dem Zimmer. 4
Ob Froſt an die ferne Geliebte ſchrieb? Dieſe in Beatricens Gedanken aufſteigende, von ihr halb unterdrückte Frage fand allmählich ihre Beantwortung. Seit jener Nacht erwachte Beatrice regelmäßig um dieſelbe Stunde aus ihrem Schlummer; ſie trat an das Fenſter und be⸗ merkte jede Nacht den Lichtſchein auf der Straße, der von Froſt's nächtlicher Thätigkeit Zeugniß ablegte. Beatrice


