Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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nicht entgehen, die Nähe des ſchönen Fremdlings zu genie⸗ ßen. Sie hing ununterbrochen an ſeinen tiefblauen Augen, die ſich ewig von ihr abwandten, bis er den auf ſich ge⸗ richteten flammenden Blick Beatricens fühlte und mit einemfelice notte aufſtand und hinauf nach ſeinem Zimmer ging. Beatrice hörte dann des Nachts im Schlafe die Accorde der Aeolsharfe und ſah, wie die Harfe ſich in eine Jungfrau verwandelte, mit blauen Augen wie die ſeinigen, mit braunen Locken, wie er ſie hatte; ſie ſah, wie Froſt an das Fenſter kam und mit ſeinen Armen das blonde Mädchen zärtlich umſchlang; ſie ſah, wie beide heiße Küſſe tauſchten und hörte ſie in Tönen wie die Harfen⸗ accorde mit einander ſprechen. Mit einem wilden Schrei fuhr Beatrice empor und erwachte. Dieſer Traum wiederholte ſich oft. Er entſprang ihren geheimſten Ge⸗ danken über den räthſelhaften Nordländer, er war der Ausdruck einer Ahnung, die Beatrice ſich nicht ganz ein⸗ zugeſtehen wagte. Sie hatte einſt den Traum ihrer Mutter erzählt, mit anſcheinender Gleichgültigkeit, ohne im Leiſeſten zu verrathen, daß ihr Herz irgend einen An⸗ theil daran habe. Den Abend darauf ſaß Froſt mit Mutter und Tochter vor der Thür. Er ſtarrte eine lange Zeit vor ſich hin. Beide beobachteten ihn.Woran denken Sie? fragte die Mutter lächelnd,an die blonde Geliebte in der Heimath? Wie er erröthen würde, wie