Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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entfaltete Mädchen mit dem dunklen, ſüdlichen Teint, den

flammenden, ſchwarzen Augen und dem dunklen Haar konnte ſich nicht erinnern, nur einen einzigen Blick aus den blauen Augen des Fremdlings erhalten zu haben, ſo lange ſie ihn kannte. Er ſah ſie nie an, wenn er, was ſelten geſchah, mit ihr ſprach. Sie hatte ihm einſt eine Vaſe mit Roſen und Narziſſen in ſein Zimmer geſtellt. Als die Blumen nach mehreren Tagen verwelkt waren und Beatrice einen friſchen Strauß brachte, ſagte er zu ihr: Ich habe die Blumen begoſſen, weil ich Ihnen nicht un⸗ dankbar erſcheinen wollte; ich haſſe die Blumen nicht, aber ihr Anblick macht mir keine Freude; ich kann den Blumen⸗ duft nicht vertragen. Behalten Sie dieſen Strauß oder ſchenken Sie ihn Jemandem, den Sie glücklicher damit machen, als mich.

Seit Froſt in das Häuschen eingezogen war, hatte Beatrice kein Herz und keine Augen mehr für ihre feurigen, ſonnengebräunten jungen Landsleute.

Mutter und Tochter ſaßen des Abends gewöhnlich vor der Thür, mit kleinen Handarbeiten beſchäftigt, und zuweilen geſchah es, daß Froſt, wenn er nach Hauſe kam,

ihnen Geſellſchaft leiſtete. Er ſprach wenig und erzählte

nur von ſeinen Wanderungen durch Italien, das er genauer kannte, als die beiden eingeborenen Italienerinnen ſelbſt. An ſolchen Abenden ließ ſich Beatrice die Gelegenheit