Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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kannte ihn nicht und blickte ihn fremd an, wenn das Stillſtehen zweier ſtarr geöffneten Augen ein Blick ge⸗ nannt werden darf. Eine finſtere, ſternenloſe Nacht hatte ſich auf die Seele herabgeſenkt, deren Spiegel dieſe Augen waren!

Ich komme gleich, ſagte die Majorin jetzt, indem ſie langſam aufſtand und mit ſchlürfenden Schritten durch das Zimmer ging. Sie wollte ihr Haar ordnen und verwirrte es noch mehr; ſie ſtand in dem Wahne, ſich anzukleiden, und zerrte nur an ihrem Shawle. Dann öffnete ſie ein Fenſter.Hören Sie, wie es ſtürmt? redete ſie den Grafen in ſchauerlich klagendem Tone an, Das iſt Ihr Werk. Sie ſind ein Mordbrenner! Aber es wäre Alles noch gut gegangen, hätte ich ihn vorher mit ſeiner Schweſter verheirathet! Als wollte ſie hier⸗ über weiter nachdenken, ließ ſie ſich ſtöhnend auf die Fuß⸗ bank nieder und blieb regungslos ſitzen, die Ellbogen in den Schooß und den Kopf in die Hände geſtützt, und ſtarrte vor ſich hin auf den Fußboden.

Wenn Graf Karl die Worte, die er an die Majorin hatte richten wollen, der ſteinernen Säule in der Vor⸗ halle draußen zugeraunt hätte, wenn er die Säule gefragt hätte, was ſie für ihn gethan habe und inwieweit er ihr für ſeinen Glückswechſel zu Danke verpflichtet ſei, wenn

er der Säule mitgetheilt hätte daß Johanna, ihre Mutter,