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haben, laſtete ſchwer auf mir. Ich beſaß nicht die Selbſtüberwindung, dem aus dem Schmucke gelöſten Vermögen zu entſagen, und dennoch fühlte ich die hef⸗ tigſten Gewiſſensbiſſe. Ich ſah nur einen Ausweg offen, indem ich mir gelobte, das an der Comteſſe be⸗ gangene Unrecht wieder gut zu machen. Während ich gegen mein eigenes Kind ſtreng war und es früh ſchon zur Arbeit und Häuslichkeit anhielt, wie ſich's für die Tochter einer Perſon meines niedern Standes geziemt, erzog ich, ſoweit meine Kräfte reichten, die Comteſſe ihrem Range gemäß, und allmälig gewann ich ſie lieb wie mein eigenes Kind. Ich habe nichts hinzuzufügen. Liddy ſelbſt hat mich der Nothwendigkeit überhoben, die Pläne darzulegen, die ich verfolgte, um Roſa, die einzig wahre und echte Comteſſe, nach meiner An⸗ ſchauung glücklich zu machen und mein Gewiſſen von einer drückenden Schuld zu befreien, die mir das Leben allmälig zur Laſt machte und mich vor der ſchließlichen Gefahr, mein Verbrechen enthüllen zu müſſen, nicht zurückbeben ließ.“
Karl brauchte jetzt nicht zu zweifeln, er brauchte die alte Frau nicht noch einmal nach ſeiner Schweſter zu fragen, er durfte nur den reinen heiligen Schweſter⸗ kuß fühlen, den Roſa auf ſeine Lippen hauchte, um zu wiſſen, daß es keine Täuſchung ſei.


