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gedacht hatte, und ſah ihre Arme ſich nach ihr ausbreiten wie die Arme einer Mutter.
„Mein Kind, meine Tochter!“ rief die Alte erſchüt⸗ tert und warf ſich an Liddy's Bruſt.
Dieſe aber ſtieß ſie von ſich.„Nenne mich nicht
Tochter!“ ſagte ſie ſo kalt, als ihr kochendes Blut es geſtattete.„Schon dem Kinde hat Dein ſteinernes Herz verrathen, was Du mir warſt. Frevle nicht und nenne die nicht Dein Kind, die jetzt frohlockt, Deinen Plänen entgegengearbeitet und ſie zu nichte gemacht zu haben.— Du haſt keine Schweſter als mich“, wandte ſich Ade⸗ line beſchwörend an den Grafen;„was ſie auch ſagen mag, es iſt erlogen. Nur ein Schweſterherz konnte ſich für Dich ſo aufopfern, wie ich es that. Ich bin den geheimen Spuren Deiner Feinde nachgeſchlichen, ich bin's, die den Verräther unſeres Vaters entdeckte und ihn zwang, ſeine Schuld zu bekennen. Alles, was Du biſt, verdankſt Du mir!“
„Du biſt nicht ſeine Schweſter“, betheuerte Johanna mit thränenerſtickter Stimme,„und was Du für ſtief⸗ mütterliche Härte an mir hielteſt, war die Reue. Es iſt wahr, ich brannte ſchon in meiner Jugend nach Geld und Beſitz, aber ich war dabei ſtets ehrlich geweſen. Das Bewußtſein“, wandte ſie ſich an den Grafen,„das Bewußtſein, mich an fremdem Eigenthume vergriffen zu
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