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Die Geſchwiſter hielten ſich feſt umſchlungen und weinten ſtille ſelige Thränen. Und wenn Arthur, der krampfhaft die Lippen zuſammenbiß, um einen ähnlichen Erguß zurückzudrängen, jetzt etwas fühlte, ſo war es die Ungeduld, ſein verſöhntes reuiges Herz an das ſeines Verwandten drücken zu können. Er brauchte nicht lange zu warten, da hörte er von einer bewegten Stimme ſeinen Namen nennen und lag in den Armen des gräflichen Schwagers.
„Es kann nicht ſein!“ ſchrie plötzlich Adeline, die ſtummen Vorgänge unterbrechend.„Es iſt ein unſeliges Mißverſtändniß, ein Betrug! Sie iſt meine Stiefmutter!“
„So wahr der Himmel über uns iſt“, betheuerte Jo⸗ hanna,„Du biſt mein Kind, Liddy, mein einziges, theures, rechtmäßiges Kind, und ich habe Dich nicht weniger ge⸗ liebt als Roſa!“
„Sage, daß ich nicht Dein Kind bin“, flehte Adeline verzweiflungsvoll;„Du biſt dem Grabe nicht mehr fern, tritt nicht mit einem neuen Verbrechen vor den ewigen Richter. Habe Erbarmen mit mir“, weinte ſie, indem ſie ſich vor ihrer Mutter niederwarf und deren Kniee umfaßte,„ein Wort, ein einziges wahres, ehrliches Wort aus Deinem Munde, und mein Leben iſt nicht verfehlt, und Du machſt mich glücklich!“
„Meine Liddy, mein Kind“, rief Frau Johanna angſt⸗


