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mich von einer Bürde zu befreien, unter welcher ich erliegen zu müſſen fürchte. Ihr Karl Arle.“
Ueber dem Inhalt dieſes Briefes hatte Roſa Arthur's einleitende Worte und die Beziehungen, an welche dieſe anknüpften, vollſtändig vergeſſen.
Mit ſtiller Innigkeit drückte ſie den Brief an ihr Herz, in ihrem Auge lag ein wunderbarer Glanz.„Ich habe nie an ſeinem edlen Charakter gezweifelt“, ſagte ſie, nauch damals nicht, als wir das Unglaubliche erfuhren, daß er es über ſich gewonnen habe, von den Rechten, in welche ihn die Hartherzigkeit Deines Oheims eingeſetzt hatte, den ausgedehnteſten Gebrauch zu machen. Habe ich nicht immer geſagt, man dürfe ihm nicht zürnen, auch wenn es den Anſchein hätte, als thue er einem Unrecht? Siehſt Du nun, daß ich mich in meinem Freunde nicht getäuſcht habe?“
„Nein, Du haſt Dich nicht getäuſcht“, ſagte Arthur finſter und gedankenvoll.
Vergebens wartete Roſa, daß Arthur ſich nun ein⸗ gehender äußern werde. Er ſchwieg, den Blick ſtarr auf eine und dieſelbe Stelle des aufgeſchlagenen Buchs ge⸗ heftet. Roſa wagte keine directe Frage, was er dem Doctor geantwortet habe. Nach einer geraumen Weile erſt redete ſie ihn ſchüchtern und mit geſenktem Blicke


