Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

37

Ich habe ſie überwunden, ja, meine Gegner ſind unvermerkt in meine Reihen übergetreten. Da aber ſehe ich plötzlich, daß die Rotte der Ueberläufer, welche an meiner Tafel praßt und mein Ohr mit Schmeichelreden erfüllt, mit mir eine Schlachtlinie bildet gegen zwei einzelne Menſchen. Das können nur ehrliche Gegner ſein, die, wie das Gold vom Blei, ſich von dem gemeinen Troß abgelöſt haben, und nur Verblendung konnte mich einſt dahin bringen, ſie unter die Uebrigen zu werfen.

Sie, Arthur, ſind es und Ihre Roſa, die Einzigen, die ich aus Liebe haßte. Sie wollten mir einſt Freund, Roſa wollte mir Schweſter ſein. O entzieht mir jetzt nicht, was ich vormals in meiner Bitterkeit verſchmähte ſtoßt nicht grauſam die Hand von Euch, die ſich, um Verzeihung bittend, Euch verſöhnend entgegenſtreckt!

Nehmen Sie, Arthur, das Kleinſte, was ich Ihnen

bieten kann, nehmen Sie das Vermächtniß Ihres Onkels aus meinen Händen! Im guten Glauben an meine Gleichgültigkeit für äußern Beſitz erkannte das Schickſal in mir nur den zuverläſſigſten Boten, der jenes Erbe an die Adreſſe aushändigen ſollte, auf die es lautete. Be⸗ trachten Sie dieſe Zeilen als einen Rechenſchaftsbericht über den kleinen Bruchtheil, den ich zum Einſatz in ein Spiel verwendete, durch welches ich unterwegs über Gebühr aufgehalten wurde, und kommen Sie bald, um