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Als mit dem verhängnißvollen Tode Ihres Onkels meine Leiden auf Golgatha angekommen waren, als man Hausſuchung in dem reinen Heiligthume meines Gewiſ⸗ ſens hielt, als ſchnöder Verdacht zur unauslöſchbaren That wurde, als ich mich auf gleicher Höhe mit dem ruchloſeſten Verbrecher ſah, da gedachte ich des Zurufs: „Biſt Du Gottes Sohn, ſo hilf Dir ſelbſt!“ Und beſaß ich nicht gerade eine wunderwirkende Kraft? War ich nicht ein reicher Mann, ſobald ich meine Hand ausſtrecken wollte? Und ich vollbrachte das Wunder! Dieſelben Hände, die Steine nach mir geworfen hatten, ſah ich nun meine Zimmer malen, meine Möbel polſtern, meine Dielen poliren, meine Bauten ausführen. Dieſelben, die mich mieden und verabſcheuten, lernten ſich wohl und behaglich fühlen in den Umgebungen, die ich mit dem Gelde meines vermeintlichen Opfers ſchuf. Dieſelben, die den ehemaligen Arzt als ihren unterwürfigen Sklaven betrachtet hatten, krümmten ſich vor mir im Staube, und für hundertfachen Mord, deſſen ich mich nun durch Verweigerung meines Beiſtandes in Wirklichkeit ſchuldig machte, ſtieg mein Anſehen nur um ſo höher.
Einſt habe ich die Menſchen gehaßt, jetzt ekelt mich ihre Erbärmlichkeit an. Ich habe mich überzeugt, daß die Welt ſich dem beugt, der ſie mit ihrer eigenen Waffe höhniſch ins Geſicht ſchlägt!


