Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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tauſendfältiger Frucht aufging; überall, wo ich ein unbe⸗ dachtes Wort ausſprach, befand ſich zufällig ein Echo, das es mir donnernd zurückgab. Noch bis heute habe ich nicht gewagt, von einer dunkeln Stelle meines Schick⸗ ſals den Schleier zu heben, aus Furcht, meine eigene Unglückshand im Spiel zu ſehen.

Nichts von dem, was ich ſchon in der Wiege beſaß, iſt mir geblieben, und meine theuerſten Erinnerungen ſind von einer ſchneidenden Diſſonanz durchrauſcht, die nur das Grab auflöſen kann.

Lange habe ich mein Schickſal angeklagt, bis ich, von ſeiner Tücke zum Aeußerſten getrieben, ſeine Ketten brach, um zu der Ueberzeugung zu gelangen, daß wir es uns unterwerfen, daß wir ſelbſt der Schöpfer unſeres Geſchicks werden können.

Man ſagt, die Weltgeſchichte ſei das Weltgericht, aber wer drang je zu den unterirdiſchen Kerkern dieſes Gerichts, wo die unerkannte Unſchuld, in Ketten geſchla⸗ gen, ihre geſtorbenen Anwälte überlebt?

Ich war der Märtyrerſchaft müde, die ſich wieder und immer wieder ſchweigend, duldend ans Kreuz nageln läßt. Viele ſind ſo untergegangen, wo aber ſtand für ſie der Tempel, deſſen Vorhang zerriß; wo waren die Gräber, die ſich aufthaten, wo der Himmel, der ſich

zürnend verfinſterte? 3*