Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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ſelbſt für den ſchuldigen Theil hältſt, ſo iſt das eine Schwäche! Sieh, Roſa, in dieſem Punkte bin ich ſtärker als Du!“

Bei den letzten Worten, die er in einer unheimlichen Aufregung ſprach, zog er einen zerknitterten Brief aus der Taſche, faltete ihn auseinander, warf ihn auf den Tiſch und ſchlug triumphirend mit der Fauſt darauf.

Roſa ſah ihn mit fragendem Erſtaunen an.

„Ich trage ihn ſchon mehrere Tage mit mir herum“, ſagte Arthur,„heute endlich hab' ich's über mich gewonnen, ihn zu beantworten. Das Schwerſte iſt nun überwun⸗ den. Lies den Brief.“

Roſa rückte ſich einen Stuhl an den Tiſch und be⸗ gann zu leſen. Arthur gab ſich den Anſchein, als ſei er wieder in die Lectüre ſeines Buchs vertieft, warf aber forſchende Blicke auf Roſa. Je tiefer die Röthe brannte, die während des Leſens ihr Antlitz überzog, je freudiger ihr Auge ſtrahlte, je ſtürmiſcher ſich ihre Bruſt hob, deſto düſterer wurde Arthur's Miene, deſto unheimlicher leuchtete die Glut ſeiner Augen. Der Inhalt des Briefes aber war folgender:

„Seit meinen erſten Jünglingsjahren glaubte ich mich von einem boshaften Geſchick verfolgt. Ueberall, wo ich ging und ſtand, fand ich einen Boden, auf dem der Un⸗ glücksſame, den ich, wie jeder irrende Menſch, ausſtreute, in