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als jene aber beide Arme ausbreitete, warf Roſa ſich mit dem Rufe:„Mutter, Mutter!“ an das langentbehrte Herz.
„Ich wußte, daß Du allein biſt“, ſagte die Mutter, als beide ſich wieder etwas gefaßt hatten,„ich ſah Deinen Mann ausgehen. Biſt Du ſicher, daß er nicht gleich wiederkommt?“
„Und wenn er käme“, fragte Roſa mit Freuden⸗ thränen im Auge,„iſt Deine Gegenwart nicht ein Zeichen, daß Du uns beiden verziehen haſt?“
„Ich kann Dir nicht ewig zürnen, meine Roſa“, ent⸗ gegnete die Mutter ernſt,„aber täuſche Dich deshalb nicht über mein Hierſein. Was ich mit Dir zu ſprechen habe, taugt nicht für die Ohren eines Dritten. Kann ich mich darauf verlaſſen, daß wir nicht geſtört werden?“
„Arthur iſt in Geſellſchaft gegangen. Er wollte um zehn Uhr nach Hauſe kommen, wie er ſagte. Bis dahin haben wir noch lange Zeit, aber—“
Roſa ſchien plötzlich ſehr verlegen. Sie blickte nach der Thür, dann auf die Uhr und ſenkte zuletzt verwirrt und erröthend das Auge zu Boden. Die Mutter erwartete ſchweigend, daß Roſa den Satz vollenden werde, da dies aber nicht geſchah, ſo entſtand eine befremdliche Pauſe.
„Es ſcheint, Du biſt Deiner Sache nicht gewiß, liebes Kind“, unterbrach endlich die Mutter die Stille.


