Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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Schlüſſel dazu, entſchuldigte ſie ſich. Seit der Herr Doctor die untern Gemächer bezogen habe, wäre der Schlüſſel ſpurlos verſchwunden, und gewiß ſei, daß Niemand ſeitdem jenes Zimmer wieder betreten habe.

Die Majorin erſuchte die Alte, ihr wenigſtens die Thür dieſes Zimmers zu zeigen. Nicht ohne ſichtliche Befangenheit entſprach die Frau dieſem Begehren, indem ſie die Majorin nach dem Corridor führte, in welchem das Gemach mündete. Es war bereits dunkel und der Corridor nicht erleuchtet. Die Haushälterin trug ein Licht in der Hand, übergab es der Majorin, bezeichnete ihr die letzte Thür rechts und blieb an der Treppe zurück. Obwohl Adeline das Benehmen der Alten ſelt⸗ ſam, mindeſtens unhöflich fand, ſo nahm ſie, da ihre Ge⸗ danken bereits ſich mit dem Zimmer beſchäftigten, davon keine Notiz, ſondern ſchritt allein und das Licht ſelbſt tragend den Corridor entlang und verſuchte durch das Schlüſſelloch der ihr bezeichneten Thür zu ſehen. Wenn auch der Corridor, der nur von der Treppe her einen ſpärlichen Lichtſchimmer empfing, ſelbſt ziemlich in Finſter⸗ niß gehüllt war, ſo war es doch auf der Straße noch hell genug, daß Adeline durch das Schlüſſelloch ein Fenſter des Zimmers genau unterſcheiden konnte. Dieſes und der rothe Schein der Abendſonne, der in den Glasſcheiben purpurn flimmerte, war jedoch Alles, was ihr ſpähendes