Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Seine Schrift, wiederholte Adeline noch mehrere Male, bis das Wort auf ihren Lippen erſtarb und ſie raſtlos einem Gedanken nachzujagen ſchien, während ſie außerlich zu einem Marmorbilde erſtarrt war.

Worüber denken Sie nach? fragte der Fürſt nach einer Pauſe. Aber er erhielt keine Antwort. Ihr Auge war auf einen und denſelben Punkt gerichtet, als wollte ſie ihn von einem Ende der Welt bis zum andern durch⸗ bohren. Plötzlich faltete ſie die Hände, und indem ſie ſich zu dem Fürſten beugte, fragte ſie in dringendem Tone:

Königliche Hoheit, gibt es keine glühenden Zangen, gibt es keine Folter mehr, durch die man Schurken zum Geſtändniß zwingen kann?

Keine, rief der Fürſt, ſie mit den Armen um⸗ ſchlingend,keine als die Folter, womit man Liebende quält, und die laß mich nicht länger erdulden!

Die Hände in einander geſchlungen und mit halbem Antlitz dem Treiben der Masken in der Tiefe zugewandt, ſaßen Arthur und Roſa in der Loge der Majorin. Sie wußten nicht, daß ſie allein waren, denn ſie dachten nicht daran, daß es außer ihnen überhaupt noch Menſchen gäbe. Der Faden ihrer Erinnerungen war abgeſchnitten; ſie lebten unter dem Eindrucke, als wären ſie innerhalb dieſer