Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Erröthend wandte ſich Adeline ab. Der Fürſt ſank ihr zu Füßen und umſchlang ihren Leib.Kennt keine Geheimniſſe?

Adeline beugte ſich zu ihm nieder und fragte, indem ſie ſanft durch ſein gelocktes Haar ſtrich:Hat der Graf von Arleborg keine Hoffnung, ſein Erbe anzutreten?

Nein! ſeufzte der vor ihr Knicende.

Und warum nicht?

Gib mir noch tauſend ſolche Blicke, himmliſches Weib, flüſterte der Fürſt,neige Dein ſüßes Antlitz immer zu mir herab, aber ſprich in andern Worten zu mir, ſprich von andern Dingen, zieh dieſe Frage zurück, auf die ich Dir aus Pietät für den Stamm meines Lebensretters keine Antwort geben darf.

Aus Pietät für den verſtorbenen Grafen? fragte Adeline mit Erſtaunen in ihren ſchönen Augen.

Und aus Schonung für ſeinen Sohn, fügte der Fürſt hinzu.Der einzige Dank, durch den ich den Vater im Grabe noch ehren kann, die einzige Wohlthat, die ich dem Sohne erweiſen darf, beſteht eben darin, daß ich Dir auf Deine Frage nicht antworte!

Seltſam! rief Adeline. Dabei entfernte ſie ihre

Hand von dem fürſtlichen Lockenhaupte, ſtrich ſich, als

erwachte ſie von einem böſen Traume, mit beiden Händen über Augen und Stirn und verſchob dabei ihre Puder⸗