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Hoheit“, ſagte Adeline in einem unbeſchreiblichen Tone ſüßen Vorwurfs. „Er war mir mehr, er rettete mir das Leben.“ „Dafür ſegne ich ſein Andenken“, rief Adeline mit einem ſo ſchmelzenden Andachtsblicke in ihren Augen, daß der Fürſt ein Madonnenbild zu ſehen glaubte. Er ergriff
ihre ſchneeweiße Hand und drückte einen heißen Kuß
darauf.
„Aber was hat der Sohn Ihres Retters gethan“, fragte Adeline, mit ihren Lippen faſt das Ohr des Fürſten berührend,„daß Sie den gerechten Zorn Ihres erlauchten Vaters auf ihm ruhen laſſen, auf ihm, dem Armen, Vertriebenen?“
„Schöne Grauſame“, entgegnete der Fürſt freundlich drohend,„da ſtehen wir wieder auf dem alten Punkte.“
„Königliche Hoheit“, ſagte Adeline, ihre Hand auf des Fürſten Schulter legend,„dies iſt kein Audienzſaal. Hier werden Sie mir ſagen, was Sie dort verſchweigen muß⸗ ten, nicht wahr?“
„Es iſt ein Kabinetsgeheimniß“, ſagte der Fürſt lächelnd.
„Dieſes Kabinet kennt keine Geheimniſſe“, flehte Adeline, dem Fürſten ſanft wehrend, der wiederum eine Bewegung nach ihrer Friſur machte.
„Wirklich?“ fragte dieſer entzückt.„Kennt keine Geheim⸗ niſſe?“
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