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Und bald ſchloſſen ſich die blauen Augen auf ewig, und ſie, die er ſeine Agathe nannte, war nicht mehr.
Dann kam die Zeit der Sommerferien; da dachte er nicht an Roſa, da ging er unbewegt an der Stelle vor⸗ über, wo einſt der Ruf„Arthur!“ ertönt und ſein In⸗ neres noch von einem ſeltſamen Traume bewegt war. Aus einem Hauſe, an dem er damals häufig vorüber⸗ ging, klangen des Abends die leiſen Harfentöne einer Spieldoſe. Und in mancher Sommernacht legte er ſein Ohr an den verſchloſſenen Laden und lauſchte und dachte an eine andere Spieldoſe. Und wenn dieſe hier auch andere Melodien ſpielte, ſo war es doch ſo genau dieſelbe zarte Färbung der Töne, daſſelbe Zögern an gewiſſen Stellen, daſſelbe Verklingen des letzten, einſamen Accords, daß ſich unzertrennbar damit die Vorſtellung verband, es müſſe unter den Glücklichen, die hinter den Läden der ſanften Muſik zuhörten, auch eine Agathe und ein Arthur ſein. Und über ſeine Wangen floſſen heiße Thränen, und die Stelle, wo er ſie vergoß, war ihm jetzt die hei⸗ ligſte in ſeiner Vaterſtadt.
Es vergingen Jahre und der Student Arthur weilte im fernen Barcelona. In einer Kirche ſah er einſt ein junges Weib von hinreißender Schönheit. Auf ihrem Antlitz, deſſen dunkle Farbe ſich mit einem eigenthüm⸗ lichen Lichte miſchte, als fiele der Strahl eines unſicht⸗


