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das kindliche Gemüth der Jugendgeſpielin; die feine Naſe, der rothe Mund ſind noch ſo klein wie damals, und noch heute würden dieſer niedlichen Hand die dunklen Handſchuhe paſſen, die ſie damals umſchloſſen, wo die Kinder einander auf der Straße begegneten. Nichts hat ſich an ihr verändert, nur ihr ſchlanker Wuchs erinnert an die Entfernung, die zwiſchen damals und heute liegt. Man könnte glauben, ſie ſei auserſehen zu ewiger Jugend. Und gerade der Gegenſatz der Wahrnehmungen, die wohl⸗ thuend, beſeligend auf Arthur einſtrömen, iſt es, der Roſa an ihrem Jugendfreunde freudig überraſcht. Das iſt nicht mehr der ſtammelnde, verlegene Knabe, das iſt ein blühender, beſonnener Mann, der trotz ſeiner Ueber⸗ raſchung hundert beherzte Worte findet und zu dem ſie faſt ſchüchtern emporſchaut.
Daß er ſein Verſprechen, ihr öfters zu ſchreiben, nicht gehalten, ſie auch nie wieder beſucht hat, erwähnt Roſa mit keiner Silbe.
Frau Stubenrauch betheiligt ſich an der Unterhaltung dann und wann durch einz höfliches Lächeln oder Kopfnicken und beſorgt im Uebrigen ihre häuslichen Angelegenheiten.
Roſa erwähnt lächelnd die Verkaufsbude und ſagt, daß ſie oft habe lachen müſſen, wenn ſie ſich im Geiſte vorgeſtellt habe, wie Arthur ſich ausgenommen haben müſſe, als er mit allem Eifer ſeine Bude zerſägt habe.


