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Die Mutter fordert ſie auf, Herrn Hofacker etwas vorzuſingen. Roſa lehnt es ab; Herr Hofacker habe ſie ja ſchon, wie er ſagte, im Theater gehört. Herr Hof⸗ acker billigt im Stillen dieſen Einwand, ſieht ſich aber doch aus Höflichkeitsrückſichten veranlaßt, ſich der Auf⸗ forderung der Mutter anzuſchließen, und endlich geht Roſa ans Klavier, wo ſie ein Weilchen unſchlüſſig ſtehen bleibt. Die Mutter ſchlägt ihr verſchiedene Bravour⸗ arien aus verſchiedenen Opern vor, und endlich ſcheint Roſa ihre Wahl getroffen zu haben. Sie ſchlägt einige Accorde an, aber ſchon nach dem erſten Takte, den ſie ſingt, verläßt die Mutter das Zimmer.
Wer hat dich, du ſchöner Wald, Aufgebaut ſo hoch da droben?
Wohl den Meiſter will ich loben, Solang' noch meine Stimm' erſchallt. Lebe wohl, du ſchöner Wald!
Tief die Welt verworren ſchallt, Oben einſam Rehe graſen,
Und wir ziehen fort und blaſen, Daß es tauſendfach verhallt: Lebe wohl, du ſchöner Wald!
Was wir ſtill gelobt im Wald,
Wollen's draußen ehrlich halten,
Ewig bleiben treu die Alten
Bis das letzte Lied verhallt.
Schirm' dich Gott, du deutſcher Wald! Höcker, Ein ſchöner Dämon. II. 1 10


