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weniger, als wären ihre Säulen niedriger, ihre Fronten ſchmäler, ihre Fenſter enger geworden. Und was ZJugend⸗ erinnerungen betrifft, ſo haben die frühern Beſuche, die zwiſchen heute und der Knabenzeit liegen, die geheiligten Fußtapfen ſchon verwiſcht und den eigenthümlichſten Reiz weggeſchwemmt. Hier in dieſer Straße wohnte er einſt bei Lebzeiten ſeiner Aeltern, und in dem Hauſe dort drüben wohnte Roſa Stubenrauch. Er war während der Ferien ein paarmal oben, aber Roſa's Mutter behan⸗ delte ihn wie einen Fremden und wies ihn unfreundlich ab, denn Roſa ſei nicht zu Hauſe, werde auch heute nicht wiederkommen; Roſa ſei verreiſt und die Dauer ihrer Abweſenheit werde Arthur's Ferienzeit weit über⸗ ſteigen.
So iſt denn auch über dieſe Jugenderinnerung Gras gewachſen und Arthur iſt in dieſer Straße ein Fremder, und wer weiß, wer jetzt da oben wohnt, wo einſt Roſa wohnte. So ändert ſich Alles, denkt Arthur bei ſich, und ſchlendert weiter. An einer Ecke lieſt er den Theater⸗ zettel. Man gibt heute eine Oper. Es fällt ihm etwas an dem Zettel auf. Unter dem mitwirkenden Perſonal iſt ein Fräulein Stubenrauch angeführt. Sollte das etwa Roſa ſein? Wenn er auch keine Sehnſucht fühlt, ſie aufzuſuchen, ſo treibt ihn ein neugieriges Intereſſe am Abend doch ins Theater. Als er die Zuſchauermenge


