Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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ſtehen, um ſich, durch das Schiebfenſter der Officin blinzelnd, an dem behaglichen Anblick ſeines Kabinets zu weiden, von welchem ihm, wie die Fragmente einer ge⸗ heimnißvollen Theaterperſpective, einige vergoldete Bücher⸗ rücken, darüber ein Theil des Spiegels mit orange⸗ gelben Quaſten und die vom Feuerſcheine des Ofens beleuchteten Meſſingknöpfe ſeines Rollſtuhls einladend zuwinkten. Aber auch ſonſt in Haus und Hof entwickelte er auf ſeine alten Tage eine ſtaunenerregende Umſicht und Thätigkeit. Im Stalle bei den Pferden, im Wagen⸗ ſchuppen, im Garten bei den Beeten, in jedem Winkel des Hauſes, wo etwas reparirt oder ein Neubau vor⸗ genommen wurde— und er ließ jetzt ſehr viel bauen— ja, in jedem Zimmer, wo der Ofen rauchte, griff er lobend oder tadelnd, rathend und beſichtigend, als fünftes Rad am Wagen, it ein und lief allen in den Weg.

Man kann ſich nur ſchwer einen Begriff davon machen, wie neu und friſch ihm das Leben mit ſeinen kleinen Freuden und Genüſſen erſchien, wie innig ſein Herz an dem gewohnten Kreislaufe des Daſeins hing, auch wenn er daran nicht unmittelbar Theil nehmen konnte. Er freute ſich ſo recht innerlich und rieb ſich vergnügt die Hände, wenn die erſten Schneeflocken langſam träu⸗

meriſch an ſeinem Fenſter vorüberſchwebten und den

weiten Marktplatz verſtohlen überſpannen, oder wenn die Höcker, Ein ſchöner Dämon. II. 9