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fröhliche Weihnachtszeit mit ihrem Stollen⸗ und Kerzen⸗ duft und den neuen Feiertagskleidern herankam. Er lauſchte mit ſonſt nie gefühlter Andacht den rufenden Oſterglocken und begrüßte die erſte Roſe wie ein verliebtes Mädchen. Die wogenden goldenen Kornfelder hätte er mit beiden Armen umfaſſen und an ſein Herz drücken mögen, und wieder war er der glücklichſte Menſch an ſeinem Kamin, wenn die Blätter von den Bäumen fielen und Herbſt⸗ nebel ihm ſeine Nachbarſchaft verhüllten. Er nahm an Allem lebhaftes Intereſſe, ſogar an Vorkommniſſen, die manchem Andern gleichgültig ſind. So meldete er einſt ſeinem Neffen an der Spitze eines langen, wichtigen Schrei⸗ bens:„Geſtern hat in den hieſigen Wallanlagen ein toller Hund einen Schwan todtgebiſſen, deſſen Alter man auf zweihundert Jahre ſchätzt!“
Was nützt Geld und Reichthum, hört man Viele ſagen, wenn es mit dem Leben bergab geht? Kann man mit allen Schätzen dieſer Welt den Tod aufhalten? Dazu verhilft der Reichthum allerdings nicht, aber wir können uns durch ihn einen unſchätzbaren Vortheil, eine große Beruhigung verſchaffen: wir können uns einen Leibarzt halten. Der alte kränkelnde Hofacker hatte die ſüße Genugthuung, daß der berühmteſte Heilkünſtler weit und breit mit ihm unter einem Dache ſchlief. Er hatte, als die ganze Welt ſich von dem Doctor Arle abwendete,


