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Vielleicht habe ich Herrn von Kamp dennoch Unrecht gethan. Geſtern kam er— ich ſprach gerade mit dem Doctor— mit einer eleganten ſchönen Dame auf die Bühne und ſtellte ſie mir als die Majorin von Achtern vor. Sie war äußerſt liebenswürdig und ſagte mir viel Schmeichelhaftes. Heut bereits empfing ich eine Ein⸗ ladung von ihr.
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O Adeline! Adeline! Wie biſt du in meinem Herzen ſo ſchnell dahingewelkt! Du konnteſt noch erſchrecken und erblaſſen, als du mich erkannteſt! Wenn du in deiner herausfordernden Schönheit von Marmor oder von Wachs geweſen wäreſt, mein Herz hätte nicht ruhiger ſchlagen können als geſtern, wo ich dich neben der Zaubrerin Roſa erblickte, die dein Gedächtniß in mir verwiſcht hat.
Ich merke ſehr wohl, daß mein häufiger Verkehr mit der jungen Sängerin bei den Mitgliedern der Bühne, . die uns beobachten, keine unbefangene Beurtheilung mehr findet. Sie müſſen es alſo doch für möglich halten, daß mir das junge Mädchen zugethan ſein könnte! Ich ver⸗ 3 aachte die Welt und lege keinen Werth auf ihre Sanction, und doch finde ich in dieſem Falle etwas Beruhigendes darin, daß ich ſie erhalte, und das gibt mir Muth und
Hoffnung.


