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und ſtützte die reizende kleine Hand auf die Lehne, als erwartete ſie, daß der Fremde wieder gehen werde, da⸗ mit ſie in ihrem Muſiciren ungeſtört fortfahren könne.
„Ich komme nämlich nicht in Geſchäften“, entgegnete dieſer.„Ich bin ein alter Freund Ihrer guten Mutter; wir haben uns viele Jahre nicht geſehen, bis vor kurzem uns der Zufall wieder zuſammenführte.“ Die Schönheit des jungen Mädchens, das wie eine Königin vor ihm ſtand, ohne ihre Haltung zu verändern, ſchien den Frem⸗ den zu verwirren. Er ſtützte das Kinn auf die Hand und mit einem merkwürdigen Gemiſch von Befangenheit und lüſterner Bewunderung irrte ſein Blick über die reizende Geſtalt Roſa's.
„Die gute Frau Mutter“, ſagte er nach einer Panſe, „hatte mich halb und halb wieder vergeſſen, aber ich habe ſie nicht vergeſſen. Sie war ſo gütig, mich ſeit der Er⸗ neuerung unſerer alten Bekanntſchaft einige Male zu beſuchen und ich hielt es heute endlich an der Zeit, ihre Beſuche zu erwidern.“
„Es wird ihr leid thun“, entgegnete Roſa,„daß Sie ſie nicht angetroffen haben; aber morgen Vormittag, wenn es Ihre Zeit erlaubt—“
Roſa machte eine leichte Verneigung. Der Fremde jedoch ſchien dieſes Zeichen nicht zu verſtehen.
„Es iſt heute nicht das erſto Mal, daß ich Sie ſehe,


