Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Nicht von der hoffnungsloſen Liebe, widerſprach Adeline mit Flammenblicken;ich gebe Dir ſpäter noch mehr, nimm hin, was ich Dir jetzt biete, und ich werfe Dir meine ganze Zukunft nach!

Und wenn das Geſchick uns dennoch trennend aus⸗ einander halten ſollte? wandte Karl bewegt ein.Bedenke, Adeline, das Symbol unſerer Liebe iſt eine Trauerweide! Unſere Hoffnungen ſind Mord! Wir dürfen nur rechnen und die Liebe ſoll nicht rechnen!

Wenn meine Zukunft wirklich nicht mein gehören ſollte, ſagte Adeline ſchmeichelnd und lächelnd,dann nimm Deinen hohen, herrlichen Beruf als ein Andenken aus meiner Hand; die Freudenzähren des Bräutigams, dem Du die Braut, des Kindes, dem Du die Mutter, des Bruders, dem Du die Schweſter zurückgabſt, die mögen Dich bis an das Ende Deines Wirkens an die erinnern, die Dich ſo unendlich liebt! Deine Hand hält jetzt die meinige umſchloſſen, ein Druck genügt als Zeichen, daß keine kalte Ueberlegung mir die Errungenſchaft dieſer Stunde rauben wird!

Adelinens warm geſprochene Worte hatten Karl's Empfindungen in Schwung geſetzt; unaufhaltſam, ihrer ſelbſt nicht mehr mächtig, brauſten ſie dahin, wie man einen ſteilen Berg hinabbrauſt, an den ſich ohne unſer Vorwiſſen ein tiefer Graben ſchließt. Wir müſſen den