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„Vielleicht nicht ganz.“
„Eine Reiſe nach einer Hochſchule?“
„Nach der Hochſchule der Freiheit, wo man keine Zünfte und Privilegien kennt, wo Jeder der Welt mit ſeinen beſten Kräften dient, wo ſich der Beruf des Menſchen auf etwas Beſſeres als auf ein Schulzeugniß gründet! Ich gehe nach Amerika!“
Adeline trat beſtürzt einen Schritt zurück.
„Und gibt es Niemand“, fragte ſie, ohne ihren Blick zu Karl zu erheben,„der Ihren Plan durchkreuzen könnte?“
„Es gibt Jemand, der ihn durchkreuzen könnte“, ſagte Karl düſter;„es gibt Jemand, der mein Herz, meine Seele, mein Streben, mein ganzes Sein durchkreuzt. Adeline“, rief er mit einem wilden leidenſchaftlichen Blicke auf die vor ihm Stehende,„Du biſt's!“
Stürmiſch riß er ſie an ſeine Bruſt. Mit Fieber⸗ blicken ſah er auf das ſchöne Haupt herab, fieberiſch ſchlug ſein Herz an ihre Wange, fieberiſch hielten ſeine beiden Hände die andere Wange umſchloſſen.—
„Du bleibſt, Karl?“ fragte Adeline, als ſie wieder zu ihm emporſchaute.
Er nickte, die leidenſchaftlichen Züge ſeines Geſichts waren plötzlich in eine tiefe Wehmuth übergegangen.
„Und dennoch, Karl“, flüſterte Adeline,„bin ich ge⸗ kommen, um Dir zu ſagen, daß wir uns trennen müſſen.“


